Essay

Tokyo 2021 – eine Standortbestimmung oder: Teilnehmen ist wichtiger als siegen

Folgt man den Plänen des japanischen Organisationskomitees und des IOC, so sollen die 32. Olympischen Spiele am 23. Juli 2021 in Tokio eröffnet werden. Soll dieses Ziel erreicht werden, so bedarf dies der Unterstützung all jener internationaler und nationaler Institutionen, die am Erhalt dieses außergewöhnlichen weltkulturellen Ereignisses interessiert sind. Die Teilnahme von Zuschauern wäre dabei wünschenswert, doch sie ist eher als ein nachgeordnetes Problem zu betrachten. Will man die besondere Bedeutung der modernen Olympischen Spiele zum Ausdruck und zur Darstellung bringen, so muss es vor allem darum gehen, dass allen Olympischen Athleten und Athletinnen aus mehr als 200 Nationalen Olympischen Komitees eine Teilnahme an den Spielen ermöglicht wird und dass bei den Spielen selbst faire Wettkämpfe durchgeführt werden können. Weiterlesen

Kunst aus unserer Galerie

Beitrag zur Sportentwicklung

Die sozial- und sportpolitische Bedeutung der ehrenamtlichen Tätigkeit im Sportverein

Ich werde in meinen folgenden Ausführungen versuchen, ein Plädoyer für das Ehrenamt und für die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter in den Sportvereinen abzugeben. Mein Plädoyer beruht auf theoretischen Einsichten in das Phänomen des Ehrenamtes ebenso wie auf praktischer Überzeugung. Bekenntnisreden zur ehrenamtlichen Tätigkeit sind frei­lich nichts Neues; bei Jahresfeiern, Ehrungen, Beerdigungen, wann immer also Sportpolitiker und Sportfunktionäre über die Bedeutung von Sportvereinen reden, darf ein Lob über das Ehrenamt nicht fehlen. Weiterlesen

In eigener Sache

Spendenaufruf

Im Mai 2017 war es soweit. Nach kurzer Vorbereitung konnte das Onlinemagazin “sport- nachgedacht.de“ zum ersten Mal präsentiert werden. Damals noch unter dem Namen „sport-quergedacht.de“. Sehr schnell haben die Beiträge und Essays dieses Magazins eine interessierte Leserschaft gefunden. Bereits nach einem Jahr war die Anzahl der Leser auf mehr als 1000 angestiegen. Mittlerweile wird das Magazin von mehr als 10.000 Interessenten besucht. Mancher Beitrag wurde gar zum „Bestseller“. Es sind seit dem Start rund 160 Essays, 67 Beiträge, über 1300 Exponate in der Galerie und in der Enzyklopädie Zahlenmaterial aus 30 Themenbereichen veröffentlicht worden.

Seit Januar 2021 hat das Magazin einen neuen Namen erhalten und heißt nun „sport- nachgedacht.de“. Nach wie vor kann das Magazin auf ein ansteigendes Interesse verweisen.
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Themenzuordnung: Allgemein

Essay

Der Sport, die Mächtigen und Corona

Es ist schon sehr lange her, dass verträumte Studenten und eine kleine Minderheit von Sportwissenschaftlern die emanzipatorische Kraft des Sports beschworen haben. Aus einer Melange von Historischem Materialismus, Kritischer Theorie, Befreiungstheorien, die sich auf die Dritte Welt bezogen haben, Summerhill und Woodstock wurde die Utopie eines emanzipierten Sports konstruiert, indem es für den Spätkapitalismus keinen Platz gibt. Weiterlesen

Kunst aus unserer Galerie

Gastbeitrag

Olympia unterm Hakenkreuz

Ein Gastbeitrag von Ewald Walker

Berlin im Sommer 1936: eine Mordserie im Olympischen Dorf in Elstal droht Risse in die Fassade der Nazi-Spiele zu bringen – Ein Roman

„Einige von uns sind nach Berlin gefahren im falschen Glauben, an einer Sportveranstaltung teilzunehmen; stattdessen wurden wir zu einem Stück  politischer Propaganda benutzt“. Ernüchterung beim britischen Olympiasieger Godfrey Brown nach den Olympischen Spielen 1936 in Berlin. Die Internationalität, die völkerverbindende Idee, die mediale Wirkung sind die Werte, die den Olympischen Spielen ihre große Anziehungskraft verleihen. Die Spiele in politischen Diktaturen, mit Boykotten und Attentaten aber auch Dopingskandalen sind die Schattenseiten. München 1972, Montreal 1976, Moskau 1980, Los Angeles 1984, Seoul 1988 sind olympische Kehrseiten.   Weiterlesen

Themenzuordnung: Allgemein

In eigener Sache

Neuer Name für ein bewährtes Magazin

„sport-nachgedacht.de“

Das von mir herausgegebene Onlinemagazin „sport-quergedacht.de“ wird ab sofort unter einem neuen Namen erscheinen. „sport-nachgedacht.de“ wird nun der neue Titel lauten, unter dem zukünftig im bewährten Turnus Essays und wissenschaftliche Beiträge erscheinen werden. Auch unsere Online-Galerie „Kunst und Sport“ ebenso wie die neu begonnene „Enzyklopädie des Sports“ sollen unter diesem Titel fortgeführt werden. Durch die während der Corona Pandemie entstandene „Querdenker-Bewegung“ ist die Idee des Querdenkens in Verruf geraten. Dabei sind bestimmte Formen des Querdenkens durchaus wünschenswert. Anders zu denken als die große Mehrheit kann in vieler Hinsicht hilfreich sein. Beim Querdenken kann es sich um eine Methode handeln, bei der bestimmte Kreativitätstechniken zur Ideenfindung und zur Lösung von Problemen verwendet werden. Weiterlesen

Themenzuordnung: Allgemein

Kunst aus unserer Galerie

Essay

Olympische Spiele haben eine Sonderbehandlung verdient

Es ist wie immer. Ein Meinungsforschungsinstitut stellt eine Frage und die Antworten auf diese Frage haben ein großes Rauschen im deutschen Medienwald zur Folge. In diesen Tagen war es einmal mehr Infratest, das 1003 repräsentativ und zufällig ausgewählte Telefonbesitzer mit der folgenden Frage konfrontierte: „Aktuell wird diskutiert, unter welchen Bedingungen trotz Corona große internationale Sportveranstaltungen stattfinden können. Hierzu gibt es den Vorschlag, teilnehmende Sportler und Teams bei Corona Impfungen vorzuziehen und vor den Wettkämpfen bevorzugt zu impfen. Geht dieser Vorschlag aus ihrer Sicht eher in die richtige oder eher in die falsche Richtung?“ Weiterlesen

Kunst aus unserer Galerie

Beitrag zur Sportentwicklung

Auf dem Weg zu einer Didaktik des Schulsports

Die Diskussion über die Didaktik der Leibesübungen bzw. des Schulsports hat eine mehr als zweihundertjährige Tradition, wenn das Wirken von GutsMuths (1759-1839) als Ausgangspunkt gewählt wird. Tatsächlich oder angeblich konkurrierende Didaktiken sind gegenwärtig das Resultat. Es wird seit den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts von unterschiedlichen didaktischen Modellen gesprochen, teilweise ist auch von Paradigmenwechseln die Rede. Weil vieles, was in der Vergangenheit ausführlich bereits diskutiert und niedergelegt wurde, längst in Vergessenheit geraten ist, kann auch immer wieder von Innovationen gesprochen werden. Doch wird dabei oft nur – wenn auch meist unwissentlich – „alter Wein in neuen Schläuchen“ serviert und dieser kommt dann häufig lediglich in einem neuen sprachlichen Gewand daher. Manch neue Begrifflichkeit verdeckt dabei jedoch erkennbare Richtungsentscheidungen, die für die weitere Entwicklung des Schulsports entscheidend sein können. Weiterlesen

Kunst aus unserer Galerie

Essay

Geschlecht, Hochleistungssport und Fußball

Selten wird die Frage nach der Rolle des Geschlechts im Hochleistungssport so engagiert diskutiert, wie dies aus Anlass von Fußballweltmeisterschaften der Frauen zu beobachten ist. Durch welche Qualität zeichnet sich der weibliche Fußball im Vergleich zum männlichen Fußball aus? Unterscheiden sich beide Spiele? Was sind ihre Gemeinsamkeiten? Noch nie wurde ein weibliches Sportereignis zu einem nationalen Großevent stilisiert und weibliche Körper in den massenmedialen Mittelpunkt gerückt, wie dies der Fall war als die Fußballweltmeisterschaft der Frauen 2011 in Deutschland ausgetragen wurde. Was bedeutet ein derartiges „Event“ für die Rolle der Frau im Sport? Welches   Frauenbild wird dabei in den Mittelpunkt des Interesses gerückt? Welche Rolle spielen die Frauen bei dieser Inszenierung, welche die Männer? Warum ereignete sich dies zuerst in Deutschland, warum war es bei allen früheren Frauenfußballweltmeisterschaften nicht der Fall? Weiterlesen

In eigener Sache

Kunst aus unserer Galerie

Beitrag zur Sportentwicklung

Lässt sich Sportentwicklung aktiv steuern?

Zum Problem der passiven Anpassung in Vereinen und Verbänden

1. Hinführung zum Problem

Versteht man den Deutschen Olympischen Sportbund als eine offene Organisation, die sich in einem Austausch mit ihrer Umwelt und deren verschiedenen Teilsystemen befindet, so z.B. mit den Massenmedien, der Wirtschaft, der Kirche, dem Staat, den Gewerkschaften und dem Erziehungswesen, so kann der Deutsche Olympische Sportbund wie jede andere Großor­ganisation auch, seinen Bestand eher dann erhalten bzw. weiterentwickeln (wachsen), wenn er möglichst negative Austauschprozesse mit seiner Umwelt vermeidet. In der Sprache der Organisationssoziologie ausgedrückt heißt das: Es sollte in den Aus­tauschprozessen vermieden werden, dass die Abgabe von Organisationsleistungen und die dadurch verursachten Kosten nicht größer sind als die Erlöse, welche der Organisa­tion zufließen. Dieser Grundsatz gilt vor allem für das Austauschverhältnis des Sports mit dem Staat, den Medien und der Wirtschaft. Weiterlesen

Kunst aus unserer Galerie