Doping und Corona – wie sich zwei Pandemien gleichen

Von einer Epidemie oder von einer Seuche sprechen wir, wenn eine Krankheit vermehrt auftritt und das Auftreten eher örtlich begrenzt ist. Von einer Pandemie spricht man, wenn weltweit, also in allen Erdteilen, alle Menschen aller Altersschichten von einer Ansteckungsgefahr gefährdet sind und wenn es in allen Erdteilen viele Betroffene gibt. Die Krankheit „Corona“ hat ohne Zweifel schon seit längerer Zeit das Ausmaß einer Pandemie erreicht. Die WHO zeigt uns in ihrer täglichen Corona-Statistik, dass mittlerweile in sämtlichen Staaten der Welt Corona-Tote zu beklagen sind und jeder Kontinent von der Pandemie betroffen ist. Bis zum 19. 09. 2021 wurden von der WHO 226.844.344 Fälle in 192 Ländern nachgewiesen. Weiterlesen

Tokio 2020 – die „Spiele der Athletinnen und Athleten“

Mir war es vergönnt, dass ich sieben Olympische Spiele in sieben verschiedenen Ländern dieser Welt direkt vor Ort erleben durfte. Ob es die Olympischen Spiele in Atlanta, in Sydney, in Athen, in Peking, in London oder in Rio de Janeiro waren, jedes dieser olympischen Ereignisse war für mich ein besonderes Erlebnis. Jedes Athletendorf zeichnete sich durch landestypische Merkmale aus, die Sportstätten waren fast immer bewundernswert, in jeder der Olympiastädte ist mir eine andere Kultur begegnet, die Gastgeber mit ihren Tausenden von „Volunteers“ waren immer überaus freundlich und ich war gleichzeitig über einen Zeitraum von drei Wochen in einem ständigen Austausch mit Menschen aus aller Welt. Ich durfte im wahrsten Sinne des Wortes drei Wochen „Frieden auf Zeit erleben“. Weiterlesen

Deutsche Olympiaberichterstattung Tokyo 2020 – ein Sonderfall?

Man hat es wohl kaum anders erwarten können: Je näher der Tag der Eröffnung der Olympischen Spiele 2020 rückte, desto aggressiver wurde die Berichterstattung über das IOC und dessen Präsidenten. Waren und sind Spanier und Belgier stolz darauf, dass einer ihrer Mitbürger in der jüngeren Vergangenheit zum Präsidenten des IOC gewählt wurde, so wird von den deutschen Massenmedien den deutschen Bürgerinnen und Bürgern vom derzeit amtierenden deutschen Präsidenten des IOC ein Bild übermittelt, das sich eher durch Häme, Ablehnung und mitunter sogar durch Hass auszeichnet.
Nahezu in jedem Kommentar der deutschen Tageszeitungen werden nun aus Anlass der Spiele in Tokio all jene Vorwürfe noch einmal geradezu gebetsmühlenhaft wiederholt, die die Kommentare über das IOC und über Präsident Bach über viele Jahre bereits geprägt haben. Begehrte Interviewpartner sind jene, von denen man weiß, dass man bei ihren Aussagen mit einer scharfen Funktionärskritik rechnen darf. Im öffentlich-rechtlichen Fernsehen werden Sondersendungen ausgestrahlt, bei denen die Kritik der Tageszeitungen und der Presseagenturen mit Ton und Bild noch verstärkt werden. Weiterlesen