Essay

Covid-19 – zum Bedeutungsverlust des Sports und seiner Repräsentanten

In der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts begann der Siegeszug des Sports. Seine globale Verbreitung war nahezu allumfassend. Die gesellschaftspolitische Aufwertung der Kultur des Sports war beispiellos. Wie kein anderer kultureller Bereich prägte er die Alltagskultur nahezu aller Gesellschaften. Seine massenmediale Präsenz war kaum noch zu übertreffen. Seine Beziehung und sein Austausch mit anderen relevanten gesellschaftlichen Systemen wie zum Beispiel mit dem Politik-, dem Wirtschafts-, dem Bildungs-und Gesundheitssystem war zunehmend erfolgreicher geworden. Weiterlesen

Gastbeitrag

Hilferuf eines Sportlehrers – mit Sport gemeinsam Corona trotzen

Ein Gastbeitrag von Jörn Meyer

Liebe politisch Verantwortlichen,

die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert Gesundheit als einen Zustand des völligen psychischen, physischen und sozialen Wohlbefindens, und nicht nur als das Freisein von Krankheit. Bekanntlich besitzt Sport einen hohen gesundheitlichen Wert. Laufen, Radfahren, Schwimmen und andere körperliche Aktivitäten wirken sich positiv auf den Organismus und die Psyche aus. Sport senkt das Risiko von Krebs- und Herzkreislauferkrankungen, stärkt das Immunsystem und besitzt eine antidepressive Wirkung. Weiterlesen

Essay

Public Relations in der Weltleichtathletik – ein fragwürdiger Weg

In immer mehr internationalen Sportorganisationen sind Promotion und Public-Relationsmaßnahmen in das Zentrum ihrer Sportpolitik gerückt. Meist bedient man sich dabei internationaler Kommunikations- und Umfrageagenturen, deren Produkte sehr kostspielig sein können. Mancher internationale Sportfachverband befindet sich dabei in der Gefahr, dass dringend notwendige Reform-Arbeiten verdrängt oder verschoben werden und die eigentlichen Probleme dieser Sportverbände mit den PR-Auftritten der Verbände eher verdeckt oder nicht erkannt werden. Weiterlesen

Gastbeitrag

Das Olympische Dorf von 1936 im historischen Wandel

von Ewald Walker

Sechs Jahrzehnte war dieses „verbotene Dorf“ in Elstal am Rande von Berlin nach den Olympischen Spielen 1936 für die Bevölkerung nicht zugänglich. Wegen seiner historischen und architektonischen Bedeutung und auch weil es vom Verfall bedroht war, steht das Dorf s­­­­­eit 1993 unter Denkmalschutz. Inzwischen wurde der Schleier über Elstal gelüftet und mit einem neuen Gewand überzogen. Dort, wo während der Olympischen Spiele 1936 die Athleten wohnten, ziehen heute wieder Menschen in modernisierte Wohneinheiten ein.

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Essay

Ist der deutsche Hochleistungssport zukunftsfähig?

Will ein Trainer sich mit seinem Athleten der olympischen Konkurrenz stellen, hat sein Athlet dabei die höchsten Ziele im Blick, und ist er bereit sich über viele Jahre konsequent und systematisch auf das von ihm angestrebte olympische Finale vorzubereiten, so müssen Athleten und Trainer in ein modernes System des Hochleistungssports eingebunden sein. Dieses System muss ihnen über einen längeren Zeitraum ganzjährig wichtige Hilfen und Dienstleistungen bereitstellen. Weiterlesen

Beitrag zur Sportentwicklung

Entwicklungszusammenarbeit im Sport – Fremdes verstehen, voneinander lernen

Dem Sport werden eine Vielzahl bedeutsamer gesellschaftlicher Funk­tionen zugeschrieben. In der Dritten Welt ist dies ebenso der Fall wie in der Ersten. Wer in Indonesien Sport treibt, weiß den Sinn seines Tuns ebenso zu rechtfertigen wie jenes neue Mitglied in einem Sportverein, das sich einer Seniorengruppe angeschlossen hat. Viele dieser Funktionen und Sinnzuweisungen sind wissenschaftlich umstritten, insbesondere dann, wenn empirisch zu beweisen ist, ob der Sport diese Funktionen und den ihm zugewiesenen Sinn tatsächlich auch erfüllen kann. Weiterlesen

Kunst aus unserer Galerie

Kunst aus unserer Galerie

Essay

Turner und Radler in Zeiten der Corona-Pandemie

Für das, was wir jeden Montagabend in einer Sporthalle in Marquartstein im Chiemgau tun, gab und gibt es viele Namen. Früher hätte man es Leibesübungen, Gymnastik oder Turnen genannt. Heute heißt es an manchen Orten Seniorensport oder Fitnesstraining. Oft mehr als fünfzehn Rentner und Pensionäre, meist älter als 70 Jahre, laufen im Kreis, machen Dehn-, Streck-und Beweglichkeitsübungen, üben auf der Matte. Kniebeugen und Liegestützen gehören ebenso dazu wie ein einbeiniges Springen und Hüpfen. Die Übungen dienen der Beweglichkeit, der Kraft und der Geschicklichkeit. Auch ein klein wenig der Ausdauer. Mancher kommt dabei ins Schwitzen. Nach 70 Minuten intensiver Belastung freut man sich auf die Dusche und vor allem auf die „dritte Halbzeit“ im Gasthof „Hofwirt“.  Ein Weizenbier und eine Brotzeit sind die wohlverdiente Belohnung für das harte Trainieren und Üben. Weiterlesen

In eigener Sache

Spendenaufruf

Im Mai 2017 war es soweit. Nach kurzer Vorbereitung konnte das Onlinemagazin “sport- nachgedacht.de“ zum ersten Mal präsentiert werden. Damals noch unter dem Namen „sport-quergedacht.de“. Sehr schnell haben die Beiträge und Essays dieses Magazins eine interessierte Leserschaft gefunden. Bereits nach einem Jahr war die Anzahl der Leser auf mehr als 1000 angestiegen. Mittlerweile wird das Magazin von mehr als 10.000 Interessenten besucht. Mancher Beitrag wurde gar zum „Bestseller“. Es sind seit dem Start rund 160 Essays, 67 Beiträge, über 1300 Exponate in der Galerie und in der Enzyklopädie Zahlenmaterial aus 30 Themenbereichen veröffentlicht worden.

Seit Januar 2021 hat das Magazin einen neuen Namen erhalten und heißt nun „sport- nachgedacht.de“. Nach wie vor kann das Magazin auf ein ansteigendes Interesse verweisen.
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Themenzuordnung: Allgemein

Beitrag zur Sportentwicklung

Zur Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamt in Sportverbänden

Die Geschichte der freiwilligen Vereinigungen im Turnen und im Sport, die schon mehr als 200 Jahre währt, kann zu Recht als eine Erfolgsgeschichte der Ehrenamtlichkeit bezeichnet werden. Zahllose Freiwillige haben sich zusammengefunden im Interesse einer gemeinsamen Sache. Sie haben Abteilungen, Vereine und Verbände gegründet, und mit freiwilliger Arbeit wurden bedeutsame gesellschaftspolitische Leistungen erbracht. Organisatorisch fanden   Turnen und Sport gleichsam „nebenher“ statt. Der Begriff der „wichtigsten“ Nebensache hatte somit Bedeutung. Denn für die vielen Ehrenamtlichen in der 200- jährigen Turn- und Sportgeschichte war ihr Beruf, war das Arbeitsleben der Bezugspunkt ihres freiwilligen Handelns. Turnen und Sport hatten hingegen Freizeitcharakter, auch schon damals, als dieser Begriff noch gar nicht zum deutschen Sprachgebrauch gehörte. Mit dem Siegeszug des Turnens und des Sports, mit dem ökonomischen und politischen Wandel unserer Gesellschaft, mit den vielfältigen Veränderungen im Arbeitsleben und nicht zuletzt bedingt durch den wachsenden materiellen Wohlstand kam es zu einer Aufwertung von Turnen und Sport. Aus der Nebensache wurde eine politisch zunehmend bedeutsame Angelegenheit. Weiterlesen

Kunst aus unserer Galerie

Kunst aus unserer Galerie

Kunst aus unserer Galerie

Beitrag zur Sportentwicklung

Die sozial- und sportpolitische Bedeutung der ehrenamtlichen Tätigkeit im Sportverein

Ich werde in meinen folgenden Ausführungen versuchen, ein Plädoyer für das Ehrenamt und für die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter in den Sportvereinen abzugeben. Mein Plädoyer beruht auf theoretischen Einsichten in das Phänomen des Ehrenamtes ebenso wie auf praktischer Überzeugung. Bekenntnisreden zur ehrenamtlichen Tätigkeit sind frei­lich nichts Neues; bei Jahresfeiern, Ehrungen, Beerdigungen, wann immer also Sportpolitiker und Sportfunktionäre über die Bedeutung von Sportvereinen reden, darf ein Lob über das Ehrenamt nicht fehlen. Weiterlesen

Kunst aus unserer Galerie

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