Beitrag zur Sportentwicklung

Erwartungen an den Sportjournalismus

Einleitende Bemerkungen 

 

Die folgenden Erwartungen an Sportjournalisten1 sind so allgemein gehalten, damit die gesamte Sportjournalistik sich darin wiederfinden kann. Ich gehe davon aus, dass allgemein formulierte Erwartungen Anlass für Diskussionen sein können. Ich bin mir dabei durchaus   bewusst, dass allgemein formulierte Aussagen im Zusammenhang mit normativen Wertungen – und Erwartungen sind das ja in prinzipieller Weise immer – zunächst auf Ablehnung stoßen. Für den speziellen Fall ist im gewissen Sinne eine allgemein formulierte Kritik immer unzutreffend. Wer jedoch bereit ist, sein eigenes Tun im Bereich des Journalismus einer kritischen Würdigung zu unterziehen, der wird sich selbst auch in allgemeinen Erwartungen wiederfinden.   Weiterlesen

Kunst aus unserer Galerie

Essay

Welche Präsidentin bzw. welchen Präsidenten sucht der DOSB?

Mitgliederversammlungen von Verbänden erfahren in der Regel keine öffentliche Aufmerksamkeit, sind sie doch nur selten spektakulär. Dies gilt auch für die Mitgliederversammlung in deutschen Sportorganisationen. Die Wahlen für die Vorstände werden meist vor dem eigentlichen Wahlakt entschieden. Spätestens beim „gemeinsamen Bier“ in der letzten Nacht vor dem Wahltag wird der Stimmenhandel der Verbandspräsidenten abgeschlossen, so dass am Wahltag selbst ein Ritual ablaufen kann, das in vieler Hinsicht den Wahlritualen totalitärer Systeme gleicht. Weiterlesen

Kunst aus unserer Galerie

Gastbeitrag

Zur gesellschaftspolitischen Bedeutung der Paralympischen Spiele Tokyo 2020

Von Friedhelm Julius Beucher

In dieser Woche haben in Tokio die Paralympischen Spiele begonnen. Sie bergen das Potential, die Welt besser zu machen. Denn sie werden immer mehr wahrgenommen. Auf der ganzen Welt entdecken Gesellschaften, wie sie mit Menschen mit Behinderung umgehen. Über das Sportereignis kommen sie zu der Erkenntnis, dass es nicht reicht, alle zwei Jahre im Sommer und Winter Athletinnen und Athleten zu den Paralympics zu schicken, sondern dass diese Spiele, so wie sie aus der Gesellschaft heraus gefördert werden, auch in sie hineinwirken. Von der Nachwuchsförderung über den Breitensport führt das zu der generellen Frage nach Teilhabe von Menschen mit Behinderung. Weiterlesen

In eigener Sache

Kunst aus unserer Galerie

Essay

An allem sind die Funktionäre schuld

Folgt man der öffentlichen Meinung, so sind die Funktionäre¹ des Sports die „Buhmänner“ der Nation. Sie sind inkompetent und korrupt. Sie verfolgen nur eigene Interessen und die Athletinnen und Athleten der verschiedenen Sportarten sind ihre Opfer. Sie sind immer häufiger auch Anlass für Witze und bestens geeignet für Karikaturen. „Funktionäre haben eine natürliche Abneigung gegen Transparenz… Klar ist die biologische Klassifizierung des Sportfunktionärswesens. Der Sportfunktionär ist ein Säugetier. Er saugt gern an Staaten und Institutionen, um an die notwendigen Inhaltsstoffe wie Geld zu gelangen. Dafür hinterlässt er Stoffwechselprodukte wie zerfallene Stadien, Autobahnen ins Nichts, gigantische Budgetlöcher oder exponentiell steigende Infektionszahlen… Sportfunktionäre sind übrigens auch wichtig für die Polizei und zwar auch außerhalb von Polizeisportvereinen. Weiterlesen

In eigener Sache

Spendenaufruf

Im Mai 2017 war es soweit. Nach kurzer Vorbereitung konnte das Onlinemagazin “sport- nachgedacht.de“ zum ersten Mal präsentiert werden. Damals noch unter dem Namen „sport-quergedacht.de“. Sehr schnell haben die Beiträge und Essays dieses Magazins eine interessierte Leserschaft gefunden. Bereits nach einem Jahr war die Anzahl der Leser auf mehr als 1000 angestiegen. Mittlerweile wird das Magazin monatlich von mehr als 10.000 Interessenten besucht. Mancher Beitrag wurde gar zum „Bestseller“. Es sind seit dem Start rund 190 Essays, 80 Beiträge, über 1400 Exponate in der Galerie und in der Enzyklopädie Zahlenmaterial aus 30 Themenbereichen veröffentlicht worden.

Seit Januar 2021 hat das Magazin einen neuen Namen erhalten und heißt nun „sport- nachgedacht.de“. Nach wie vor kann das Magazin auf ein ansteigendes Interesse verweisen.
Weiterlesen

Themenzuordnung: Allgemein

Gastbeitrag

Zur Bedeutung der Sportstätten für die Entwicklung des Sports in Deutschland

Ein Gastbeitrag von Prof. Dr. Robin Kähler

Gesprächspartner: Andreas Müller

„Es geht nicht um Steine, Beton und Kunstrasen, sondern um Grundsätzlicheres“

Bei aller Ungewissheit über die langfristigen Folgen der COVID-19-Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen, lehrt uns die Pandemie eines schon heute: Der Sport und die Sportstätten, in denen er stattfindet, haben einen Stellenwert, der erst dann so richtig deutlich wird, wenn die Hallen, Plätze, Bäder und Freiflächen plötzlich nicht mehr zugänglich sind. Die Erfahrung der pandemiebedingten Schließung der Sportstätten schärft den Blick für ihre Bedeutung und sollte der lang ersehnte Anlass dafür sein, Sport- und Bewegungsräume endlich auf einen adäquaten Stand zu bringen. Weiterlesen

Themenzuordnung: Allgemein

Beitrag zur Sportentwicklung

Turn- und Sportvereine – zwischen Privatheit und staatlicher Organisation

Der Sportverein ist trotz vieler Ähnlichkeiten zu anderen Organisationsgebilden eine typisch deutsche Form organisierten Sports. Den Sportvereinen ist es dabei gelungen, die größte Organisation freiwilliger Mitglieder zu werden, die es in der Bundesrepublik gibt. Der Sport ist auf diese Weise fast monopolartig an die Organisationsform des Vereins gebunden.
Sportvereine zeichnen sich einerseits durch eine Reihe gemeinsamer Merkmale aus, die sie teilweise mit anderen Vereinen teilen. Andererseits gibt es heute im Zuge einer funktionalen Ausdifferenzierung des gesamten Sportsystems eine noch immer zunehmende Vielfalt von unterschiedlichen Sportvereinen, die sich über Merkmale wie „Herkunft der Mitglieder“, „Stadt-Land-Lage“, „Einsparten-Mehrsparten“, „Tradition“, „Verein mit Berufssportlern“ etc. unterscheiden. Weiterlesen

Kunst aus unserer Galerie

Essay

Nach Tokio 2020 – Was ist zu tun? Überlegungen zur Reform des Olympischen Sports in Deutschland

Die zukünftige Entwicklung des Olympischen Sports in Deutschland wird von vielen Faktoren beeinflusst. Manchem dieser Faktoren steht man ohnmächtig gegenüber, so z.B. der demographischen Entwicklung unserer Bevölkerung. Andere können von den Verantwortlichen des Sports direkt beeinflusst werden. Unter diesen Faktoren sind vor allem fünf besonders bedeutsam:

  1. Da ist zunächst und vor allem der Faktor „Athletinnen und Athleten“.
  2. sind dies die „Trainerinnen und Trainer und deren Aus – und Weiterbildung“.
  3. sind es die “Medien“.
  4. sind es die „Funktionärinnen und Funktionäre“, die den zukünftigen Olympischen Sport maßgeblich steuern werden, und die heute die Verantwortung dafür zu tragen haben, dass der Olympische Sport seine verloren gegangene Glaubwürdigkeit auf seinem weiteren Weg in diesem Jahrtausend wieder zurückgewinnt.
  5. geht es um das Thema „Doping und Regelverstöße im Olympischen Sport“.

Weiterlesen

Essay

Tokio 2020 – die „Spiele der Athletinnen und Athleten“

Mir war es vergönnt, dass ich sieben Olympische Spiele in sieben verschiedenen Ländern dieser Welt direkt vor Ort erleben durfte. Ob es die Olympischen Spiele in Atlanta, in Sydney, in Athen, in Peking, in London oder in Rio de Janeiro waren, jedes dieser olympischen Ereignisse war für mich ein besonderes Erlebnis. Jedes Athletendorf zeichnete sich durch landestypische Merkmale aus, die Sportstätten waren fast immer bewundernswert, in jeder der Olympiastädte ist mir eine andere Kultur begegnet, die Gastgeber mit ihren Tausenden von „Volunteers“ waren immer überaus freundlich und ich war gleichzeitig über einen Zeitraum von drei Wochen in einem ständigen Austausch mit Menschen aus aller Welt. Ich durfte im wahrsten Sinne des Wortes drei Wochen „Frieden auf Zeit erleben“. Weiterlesen

Beitrag zur Sportentwicklung

Sportwissenschaft im interdisziplinären Dialog

1. Vorbemerkungen zum Problem

Die Sportmedizin ist eine wissenschaftliche Disziplin, die sich ihrer wissenschaftlichen Heimat, der Medizin, sicher ist. Das wissenschaftstheoretische und praktische Problem von Integration und Differenzierung, von Allgemeinheit und Spezialistentum, wie es sich für viele Wissenschaftler stellt, ist hinreichend gelöst. Die Medizin kann sich anerkannter Methoden bedienen, sich auf beispielhafte berufsethische Standards berufen und auch Persönlichkeiten aufweisen, deren gesellschaftliche Anerkennung beachtlich ist. Die Sportmedizin als Wissenschaftsdisziplin fühlt sich eigenständig und es erscheint deren Angehörigen meist inakzeptabel, als Teildisziplin der Sportwissenschaft betrachtet zu werden, wie dies in der wissenschaftstheoretischen Diskussion der vergangenen Jahre sehr häufig der Fall war. Weiterlesen

Kunst aus unserer Galerie

Kunst aus unserer Galerie

Kunst aus unserer Galerie